Robur und die Zittauer Schmalspurbahn

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Anfang 2019 sind meine Schwiegereltern von Adelaide in Australien zu uns nach Berglern gezogen. Berglern war nur als Zwischenstation gedacht und so stand Mitte 2019 ein weiterer Umzug an. Diesmal in eine schöne, große Altbauwohnung nach Zittau. Natürlich haben unsere Schwiegereltern uns sofort eingeladen. Leider war es uns aufgrund unserer gesundheitlichen Situation erst zu Weihnachten möglich dieser Einladung zu folgen.

Von Berglern führt der schnellste Weg über Prag und Polen nach Zittau und so brauchen wir für die Strecke nur etwas mehr als 4 Stunden. Wir kommen am späten Nachmittag an und genießen den Abend zusammen mit den Eltern. Am nächsten Tag fahren wir nach Dresden und besuchen den Striezelmarkt. Ich war in den 2000er schon öfter in Dresden und bin bis heute davon überzeugt, das der Striezelmarkt einer der schönsten Weihnachtsmärkte ist die ich kenne. Eine kleine Pause legen wir im Kulturpalast ein um uns dann noch zwei der anderen Weihnachtsmärkte Dresdens anzusehen. So geht der Tag schneller rum als geplant.

Zittau hat wie viele andere Städte in der Lausitz eine lange und reiche Industrievergangenheit. Fast im Stadtzentrum liegen die ehemaligen Roburwerke. Robur gegründet als Phänomenwerke war bis 1991 eine der größten LKW Fabriken Deutschlands und exportierte Weltweit. Mit dem Zusammenbruch der DDR hatten die Roburwerke keine Chance mehr auf dem Markt und heute ist die Fabrik eine Industrieruine die von der Natur zurück erobert wird. Gerne würden wir uns die Ruine ein wenig detaillierter anschauen, aber alle Tore sind verschlossen und mit der Drohne traue ich mich noch nicht reinzufliegen. Vom Haupteingang der Roburwerke geht es über eine kurze Treppe direkt zum Zittauer Hauptbahnhof oder besser zu den drei direkt nebeneinander liegenden Bahnhöfen. Am Augenscheinlichsten ist natürlich der offiziellen DB Bahnhof. Aber direkt daneben liegt das 1999 geschlossene Bahnbetriebswerk mit seiner 21,5m Drehscheibe und der entsprechenden Lokhalle. Offizieller Betrieb ist meines Wissens nach keiner mehr, aber in irgendeiner Form macht es den Anschein als würde das Betriebswerk noch genutzt. Wer mehr darüber weiß, setzt bitte gerne einen Link oder Hinweis in die Kommentare. Wir laufen vom Bahnbetriebswerk zurück Richtung DB Bahnhof und kommen dabei direkt an den Betriebshallen der Zittauer Schmalspurbahn vorbei. Eine doppelte Zuglänge von der Betriebshalle entfernt liegt der Bahnsteig der Schmalspurbahn die von hier nach Oybin und Jonsdorf fährt. Wir folgen der Bahn auf Ihrem Weg zum Kurort Oybin und gewinnen so ein paar Impressionen sowohl von Zittau als auch von Oybin und der Schmalspurbahn im Zittauer Gebirge. Ein wenig wirkt Oybin so als ob wir uns auf einer Spielzeugeisenbahnanlage befinden, doch es ist alles echt und die Schmalspurbahner halten hier einen Regelbetrieb aufrecht der von einen hohen Zahl von Passagieren goutiert wird. Wir besichtigen Oybin und den heute stattfindenden Umzug zur Kaiserweihnacht auf Burg Oybin. Am späten Abend nutze ich die Gelegenheit für weitere Bilder der Schmalspurbahn im Heimatbahnhof. Bevor es nach Weihachten wieder nach Hause geht besuchen wir noch unsere Verwandten in Rumburk und fahren auf dem Rückweg noch am Glasmuseum vorbei.

English version below pictures:

English version:

At the beginning of 2019 my parents-in-law moved from Adelaide in Australia to Berglern. Berglern was only meant as a stopover and so another move was scheduled for mid 2019. This time into a nice and big old flat in Zittau. Of course our parents-in-law invited us immediately. Unfortunately, due to our health situation, it was not possible for us to accept this invitation until Christmas. From Berglern the fastest way leads via Prague and Poland to Zittau and so we only need about 4 hours for the distance. We arrive in the late afternoon and enjoy the evening together with our parents. The next day we drive to Dresden and visit the Striezelmarkt. I was in the 2000s already more often in Dresden and am still convinced that the Striezelmarkt is one of the most beautiful Christmas markets I know. A small break we insert in the culture palace to look at the other Christmas markets of the city. So the day goes around faster than planned. Zittau has like many other cities in the Lausitz a long and rich industrial past. Almost in the city centre there are the former Robur factory. Robur founded as Phänomen was until 1991 one of the largest truck factories in Germany and exported worldwide. With the collapse of the GDR Robur had no chance on the market anymore and today the factory is just an industrial ruin which is being reconquered by nature. We would like to take a closer look at the ruin, but all gates are locked and I don’t dare to fly in with the drone. From the main entrance, a short staircase leads directly to Zittau’s main station or better to the three stations directly next to each other. Most obvious is of course the official DB station. But right next to it is the railway depot, closed in 1999, with its 21.5m turntable and the corresponding locomotive hall. As far as I know, there is no official operation anymore, but in some way it seems that the depot is still in use. If you know more about it, please add a link or note to the comments. We walk back from the depot towards the DB station and pass the depots of the Zittau narrow gauge railway. The platform of the narrow-gauge railway, which runs from here to Oybin and Jonsdorf, is a double train length away from the depot. We follow the train on its way to the health resort Oybin and get some impressions of Zittau as well as of Oybin and the narrow gauge railway in the Zittau mountains. Oybin looks a little bit as if we are on a toy train layout, but it is all real and the narrow gauge railroaders maintain a regular service here which is appreciated by a high number of passengers. We take the opportunity to visit Oybin and the princely procession that takes place today. Late in the evening I take the opportunity for more pictures of the narrow gauge railway in the home station. Before we go back home to Weihachten we visit our relatives in Rumburk and pass the glass museum on the way back.