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Gestern hatten wir vereinbart das wir gegen Mittag die Motorräder auf den LKW verladen und dann ins Tal nach Pshaveli fahren. Während des Frühstücks  kommt die  Information rein, das es  wahrscheinlich etwas später  wird und wir  zwischen zwei  und drei Uhr einladen  können. Da bleibt genügend  Zeit nach Upper Omalo zu fahren und uns dort umzusehen. Shina Guesthouse hatten wir gestern, heute  versuchen wir  es  mal im Restaurant nebenan. Genau genommen auch ein Guesthouse (Lasharai) mit überdachten Außensitzplätzen (Mir persönlich gefällt Shina aber besser)

Von unserem Platz haben wir freien Blick auf die Wehrtürme und das Angebot mit dem  Pferd dorthin zu reiten. Reiten gehört nicht zu meinen ausgeprägte Fähigkeiten, doch es gibt auch mehrere Fußwege die  nach oben führen.

Wohnturm, Wehrturm, Beobachtungsturm. Wer die Frage  stellt welchen Sinn die  Türme hatten bekommt und findet viele Antworten. Letzter Rückzugsort bei Angriffen, Beobachtungsturm um Feuer oder Angreifer frühzeitig erkennen zu können. Schutzraum für Familien die durch Blutrache gefährdet sind,  sind  nur  drei  Antworten, die  jede für sich plausibel klingen. Im Plan von Omalo werden die Wehrtürme als „Keselo Festung“ benannt und wurden in den 2000er Jahren  restauriert. Heute ist hier ein Museum untergebracht und noch in 2017 soll eine ständige Fotoausstellung eröffnet werden. (so steht es zum mindestens auf dem  Schild vor der Tür). Zur Festung selber führen mehrere Weg für Reiter und Fußgänger. Aber auch der Glaube der Tuschen verlangt nach verschiedenen Wegen. Wie an vielen anderen Heiligen Stätten gibt  es einen Weg für Frauen und einen für Männer. Der für Frauen ist etwas länger aber deutlich einfach zu gehen. Der Aufstieg lohnt sich, auch wenn das Museum geschlossen ist. Der Turm der zukünftig die Fotoausstellung beherbergen soll ist offen, ich bin aber nicht ganz davon überzeugt das die Holzbretter mein Gewicht tragen würden und begnüge mich daher mit einer Besichtigung von aussen. Wieder zurück in Upper Omalo reicht die Zeit noch für einen Chai bevor wir nach Lower Omalo fahren. Schliesslich soll unser Taxi bald kommen.

Wir packen unsere paar Taschen wieder auf die Gespanne und warten auf den LKW, und warten, und warten…… Gegen abend werden wir etwas nervös, das wir heute noch zurück ins  Tal kommen ist ausgeschlossen, im Dunkeln wird keiner fahren. Nach ein wenig hin und her bekommen wir die Information das unserer Fahrer in Omalo eingetroffen ist und nach dem entladen zu uns kommen wird. Er hält auch sein Wort und mit dem letzten Tagesllicht verladen wir die beiden Gespanne auf den LKW. Die Tenere kommt morgen dran. So verbringen wir noch einen weiteren Abend in unserem Guesthouse, heute mit Live-Musik und Chacha.

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Was ist passiert. Morgens hat es wohl etwas länger gedauert mit dem verladen, deswegen ist Tamazi unser Fahrer erst später los gekommen und hat uns auch entsprechend informieren lassen. Diese Verspätung war aber vielleicht auch sein Glück. Erinnert Ihr Euch noch an das Verkehrsschild an der Passstraße „Parken verboten auf 600m“. Als wir daran vorbei fuhren haben wir noch gelächelt. Jetzt lacht keiner mehr darüber. Eine Gruppe russischer 4WD Fahrer hat an dieser Stelle zum fotografieren angehalten (die Stelle ist auch überragend schön). Genau zu diesem Zeitpunkt hat sich eine Schieferlawine am Hang gelöst, die Straße komplett verschüttet und  einen der Jeeps getroffen. Die Straße zu räumen und den beschädigten Jeep abzuschleppen hat entsprechend gedauert. In dieser Zeit gab es  für LKW und PKW keine Möglichkeit  zu passieren. Da es ausser auf der Paßhöhe kein Telefon- oder Wifinetz gibt, konnte auch niemand über die weitere Verspätung informiert werden. Für die Tuschen eine ganz normale Situation, für uns nicht ganz so.

Für Eure Planung: Steinschläge und  Geröllawinen sind keine Seltenheit. Wenn noch Regen oder im schlimmsten Fall Schnee dazu kommt, kann es auch ein paar Tage längern dauern bis es wieder möglich ist Tuschetien zu verlassen. Lasst Euch einfach die Zeit die notwendig ist und geniesst den Naturpark solange noch die Möglichkeit dazu besteht. Derzeit wird ein großes Hotel gebaut, in Verbindung mit der geplanten neuen Straße könnte dies zu wesentlichen Veränderungen in Tuschetien führen, ob zum guten oder schlechten wird die Zukunft zeigen. Ich hoffe das Tuschetien weiterhin einen sanften Tourismus pflegen kann, der den Tuschen den Freiraum erhält ihren Lebensraum und -stil zu erhalten.

English version below pictures:

English Version:

Yesterday we agreed to load the  bikes  around  noon to  be able to  go  down to Pshaveli today. During breakfast we get the Information that the truck will arrive  later the  day. Expected  between 02:00pm and  03:00pm. Enough time  to go to Upper Omalo for sightseeing. Shina Guesthouse we  visited  yesterday, today we try Lasharai  guesthouse  (honestly  I prefer Shina).

Sitting  at the guesthouse we have a good view. A good view on the fortified tower  and also on the offer to climb up by horse. Riding is not part of my expertise, I prefer to go by feet.

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Lodging-, fortify- or observation tower. If you asking for  which reason the towers has  been build you will get different answers. Last defense, fire- and invader observation, protection point for  families which are effected by vendetta. All these reason i have heard or read, and all are reasonable. The towers in Omalo are named „Keselo fortress“ and have been restored in the 2000er years.  One of the tower is hosting today a ethnografic museum  and in another one in 2017 a  permanent foto exihibition will be opened (mentioned on the  sign post nearby).  Several walk ways are available to go  uphill – one way if you go by horse. As well as other sacred places the tradition and religion of the Tuschen is  requesting  different ways  for man and  woman. The womans walk way is  a bit longer but less steeply. Going uphill to visit the fortress and having a view around the mountains is worth the effort. I´m lucky, one of  the towers is open, but i don´t trust the wooden plank enough to step on it. I decide its good enough to have a view from the outsight. Back in Upper Omalo we just have time enough for Chai. Than going back to lower Omalo  as  we expecting our truck soon.

Preparing our luggage, we are ready for  the truck. Waiting, waiting, waiting, ……..The Sun is on its way down and we are getting a bit nearvous. Meanwhile we  are sure going down will not happen anymore today, we are far too late by now. After some discussions we got the information that our driver has just arrived in Omalo and he will coming soon. By the last daylight we are able to load the sidecars. The Tenere will be done  tomorrow. As it was sure that we will not go today anymore we booked another night in our greeen guesthouse amd spent a calm evening with live musik and Chacha.

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Whats happened. In the  morning  it takes bit  longer to load the truck, at that time our driver Tamazi was  able to inform  us  and so he did. But  maybe the delay was good for all of  us.  May you remember in my articel about the uphill i wrote about the traffic  signe we  have seen on the passroad. One  of it  has  menioned  „No  parking for  600m“. We  smiled  at that time. Now nobody of us will smile anymore. A group of russian 4WD drivers  has  stopped at that place  (which is really a nice foto place). But during they stopped a stone avelange has going  down. Road closed and also one of the Jeeps was hit seriously. To get the road clear and rescue the Jeep takes time and during that no truck or car could pass the road. As there is no phone or  wifi net available on the pass road nobody could be informed about the delay. For the locals a normal situation, for us not.

So again we had an relaxed evening in Omalo. For  you scheduling: Rockfalls or slate avalange could happen all the time. If rain or in worst case snow comes on top it could  easily take some time to get the road drivable again.  Take your time, relax and  enyou the  nature park as long as it is possible. Currently a big hotel is in preperation, taking  also into account that the government is willing to build a new road i guess we have  to expect some changes  in the  future. I hope Tuschetien will stick to a kind of smooth tourism and support the living style of the Tuschen in the high mountains.

 

 

 

 

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