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12.05.2015 Mit sechs Räder zurück in der Zeit.

Nach Georgien sind wir gefahren weil uns die Gespanntour durch den Kaukasus gereizt hat. Terminlich konnten wir dann nicht teilnehmen und hatten stattdessen entschieden einen Teil unseres Urlaubs in Georgien zu verbringen. Am Sonntag konnten wir mit Sandro vereinbaren das wir einen Tag lang mit ihm und einer seiner Dnepr Georgien erkunden. So wechseln wir jetzt von 2 GS´n mit knapp 160PS auf drei Räder mit 23PS.

Sandro, Dimitri and the Dneprs

Sandro, Dimitri and the Dneprs

Entgegen der Wettervorhersage regnet es noch nicht. Mit Sandro sind wir für 10.00 Uhr verabredet. Da reicht die Zeit locker noch für einen schnellen Espresso. Kaum sind wir wieder retour und umgezogen klopft es schon. Sandro steht mit den beiden Dnepr Gespannen vor der Tür. Bevor es losgeht erhalten ich noch eine Einweisung. Erst kurven wir noch ein wenig durch Tiflis und über die Ausfallstraße, dann weiter auf dem Kakheti Highway.

Tiflis

Tiflis

Das fahren mit dem Oldtimergespann ist anders und so benötige ich die ersten Kilometer zur Eingewöhnung, Speziell bei Vollgas (gut 60km/h) muss ich heftig gegenlenken, das kenne ich von meinem GS Gespann nicht so sehr. Wir sind gerade mal 10km aus Tiflis raus, mein Gespann verliert rapide  an Leistung und produziert Fehlzündungen. Standspur ist keine in Sicht, aber ein Stück weiter vorne ist eine Schotterpassage direkt neben der Straße. Im ausrollen geht auch der Motor aus, Sandro ist nicht mehr zu sehen. Okay einfach warten, Sandro wird schon zurück kommen. Stimmt, ein paar Minuten später hält er mit seiner roten neben uns. Problem beschrieben und Sandro meint kein Sprit.

Out of  gas

Out of gas

Karin lacht, Ralf der Vollgasfahrer hat den Tank auf 20km leer geputzt. (Stimmt nicht, das Rätsel klärt sich später am Abend, Kinder haben an meiner und einer weiteren Dnepr den Sprit abgezapft). Sandro holt Sprit und weiter geht’s Richtung Osten. Nachdem wir den Highway verlassen haben kann ich die Fahrt mehr und mehr geniessen. Karin grinst mich aus dem Seitenwagen an und fotografiert. Heute ist Arbeitsteilung angesagt, Karin fotografiert (bei Landschaften macht sie eh die besseren Bilder) und ich fahre. Sandro führt uns immer weiter mitten ins Land hinein. Er kennt das Land, die Wege und seine Motorräder und weiß wo seine Dnepr in ihrem Element sind und am meisten Spaß machen. Zwischendurch legt die MT11 von Sandro einen technischen Stopp ein. Zündung einstellen meint er nur. Andere nennen es Kaffeepause oder Zigarettenstopp.

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Passt aber so. Nach gut drei Stunden Fahrzeit halten wir auf einer Farm am Rande von Udabno. Georgio, der Eigentümer, begrüßt uns herzlich und eröffnet das wir zum Essen eingeladen sind. Ein kleiner Snack meint Sandro. Der kleine Snack ist ein drei Gänge Imbiss und würde überall als vollwertige Mahlzeit durchgehen. Alle servierten Lebensmittel sind aus eigener Produktion und super lecker. So dauert der Stopp dann doch fast eine Stunde bevor wir die letzten Kilometer bis zum Kloster in Angriff nehmen dürfen.

Karin, Sandro  and Georgio

Karin, Sandro and Georgio

Laut Karte und Navi haben wir noch knapp 25km bis zum Kloster, doch seit kurz vor Mittag regnet es und der nun folgende Streckenabschnitt weißt genau die Infrastruktur auf für die die historischen Vorbilder der MT11 gebaut wurden. Schlamm, Steine, Löcher, Asphaltreste und Wellblech. Mehr als den zweiten Gang braucht hier kaum einer, aber auch den ersten müssen wir immer wieder einlegen. Trotz der relativen Unwegsamkeit sind wir hier nicht alleine. Das Kloster David Garezdha ist ein Touristenmagnet und so treffen wir auf Gleichgesinnte die den Weg mit Geländewagen, SUV aber auch, und ihnen gilt mein Respekt, zu Fuß bewältigen.

Rain

Rain

Knapp 60 Minuten brauchen wir mit den Gespannen bis zum Klostereingang. Sandro und ich bleiben im fast trockenen Unterstand vor dem Tor, Karin ist deutlich weniger wasserscheu und besichtigt das Kloster von aussen und innen. Waren wir gestern an der russischen Grenze, so stehen wir heute auf der Grenze zu Aserbaidschan, genau genommen haben wir mit der Besichtigung des Klosters die Grenze illegal überschritten. Den Mönchen ist es erlaubt zwischen den Länder zu wechseln, Touristen wurden und werden aber auch zurückgeschickt wenn die Grenzposten aus Aserbaidschan anwesend sind. Heute sind keine Kontrollen vor Ort.

Monastir David Garedza

Monastir David Garedza

Das Kloster war unser heutiges Ziel, also jetzt retour und dies im Prinzip auf fast gleicher Route. Auf der Alternativstrecke würden wir bei diesen Wetterverhältnissen wahrscheinlich stecken bleiben und mit nur zwei Gespannen könnte bergen oder abschleppen schwierig werden. Trotzdem bleibt der Rückweg spannend, die Wassermassen haben die Straßenverhältnissen teilweise deutlich verändert zusätzlich dürfen wir noch mit ein paar Hütehunde spielen. Einer aus der Truppe ist besonders ausdauernd und hält unsere hier mögliche Höchstgeschwindigkeit gut mit.

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Sandro verändert die Streckenführung so, das wir über eine von zwei Seen geteilte Ebene fahren die im nachmittäglichen Licht einen tiefen Eindruck hinterlässt. Den Regen haben wir nun endlich hinter uns gelassen und so werden wir bis Tiflis tatsächlich wieder trocken. Allerdings gilt das nur für Fahrer und Beifahrer, Karins Handtasche die im Kofferraum liegt ist komplett geflutet und alle Papiere und Telefone liegen in einer Zentimeter tiefen Schlammpfütze.

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Abgesehen von einem weiteren kurzen technischen Stopp, Sandros rote mag heute nicht richtig zünden, verläuft die Fahrt ohne weitere Störung und wir erreichen Sandros Werkstatt in Tiflis gegen 19.00 Uhr. Beeindruckend was Dimitri und Sandro geschaffen haben und mit welcher Qualität sie die Motorräder aufbauen, nicht nur Dnepr, auch viele andere Fahrzeuge gehen durch Ihre Hände, egal ob zur Reparatur oder zum individuellen customizing.

Workshop of Sandro and  Dimitri

Workshop of Sandro and Dimitri

Den Abend verbringen wir zu viert im Cafe le toit, nach dem opulenten Mittagessen hat keiner von uns großen Hunger und so bleibt es im wesentlichen bei Wein, Süßigkeiten und spannenden Gesprächen.

Sandro und Nina, nochmal vielen Dank, es hat uns sehr viel Spass gemacht.

194km, Tiflis – Udabno – David Garedzha – Udabno – Sagaredzo – Tiflis

Übernachtet siehe Vortag

Sandro erreicht ihr unter: http://www.ride-east.com/ oder https://www.facebook.com/TbilisiRestorationWorks?fref=ts

English version below:

12.05.2015 On six wheels backwards in time.

We decided to travel to Georgia as we are interessed in the guided sidecar tour through the caucasus. But due to our schedule we where not able to join the trip, so we decided to spent a part of our annual leave in Georgia. On Sunday together with Sandro we could arrange that he is able to spend one day with us, using his Dneprs for a daytrip. So today we are allowed to switch from our 2 Beemers with roughly 160hp on 3 wheels with 23hp.

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Against the weather forecast it didn´t rain – yet. The appointment with Sandro we made for 10.00am. Enough time to go for a fast Espresso. But we are just back in the Hotel and ready with clothing change it knocks at the door. Sandro and the Dneprs did arrive. First, Sandro introduce me into the Dnepr specials.

First we drive a bit through Tiflis in direction Kakheti Highway. Driving the Oldtimer is a bit unusual for me and so I need the first miles to get familiar. Specially driving with max speed (around 60km/h) is different like my beemer sidecar. Just 10km away from Tiflis, my MT11 lost power and I recognised misfire. No emergency lane, but a bit in front is a macadam area. During reducing speed the engine stops complete. Sandro is ahead of us so we need to wait. Some minutes later he is back. I describe the problem and Sandro stated: “Out of Gas”. Karin laughs and noted: Ralf the digital driver consumed the whole fuel tank during 20km. (Not correct, in the evening we learned that some kids had pump down the fuel from some of  the parked  bikes).

no rain  yet

no rain yet

Sandro drives back to the next gas station and the problem is solved. A bit later we  are allowed to leave the highway and I´m more and more able to enjoy the bike. Karin sitting in the sidecar, smiles and makes photos. Today we have divided our jobs, Karin is the fotograf and i´m the driver. Sandro guides us more and more into the countryside of Georgia, always in direction Azerbaijan. He knows the country, the roads and his Dneprs very well, so he is able to use the roads on which you can have a lot of fun with these kind of bike. In between Sandros MT11 needs a technical stop. Ignition needs to be adjusted, he said. For us it is not more than a coffee stop, so everything fine.

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After 3 hours driving time Sandro stops at a small farm near Udabno. Georgio the owner welcomes us hearty and invites us for a snack. A „little“ snack Sandro mentioned. That they call a „little“ snack I would call a three course lunch. All that is  served is selfmade, real complete selfmade and taste absolute great. So it takes us a hour until we could start again.

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Now its not more than 25km to the monastir David Garezdha. But the rest of the course is exactly that the Dneprs was build for. Mud, stones, holes, asphalt, macadam. More than the second gear is not needed, but also the first one is often in action. But we are not alone. David Garezdha is a hot touristic point and so we are passed by SuV and 4X4, but also we pass pedestrian – the real heroes I think.

more rain

more rain

Just 60 minutes are needed to reach the monastir entrance. Sandro and me decide to rest, but Karin visiting the whole area, respect for her water resistance. Yesterday we reached the russian border, today we are on the Azerbaijan border. Exactly, by visiting the whole monastir we passed the border by illegal. The monks are allowed to pass, but tourists not. If the azerbaijan border control is active you are not allowed, but today we don´t see any AZ control only georgians, and they don´t care about it.

Monastir David Garedza

Monastir David Garedza

The monastir was our todays destination, so now we will go back and basicly on the same route. There is an alternativ way, but Sandro mentioned due to the weather condition it would be better to don´t use it. With only 2 sidecars retrieve or towing could be difficult. But the way back is also interesting, cause of the strong raining the road conditions had been changed, additional we are allowed to play with some herding dogs. One of them is very persistent and reach for a short moment our current possible maximum speed.

road crossing

road crossing

Sandro changed the way back a little bit and we drive through a long plain which is bounded by two lakes. By the current light situation very amazing. We left the rain behind us and so we are able to become dry before we are back in Tiflis. But that is only correct for the driver and the passenger. Karins purse swims in a small lake of muddy water, everything is wet, Passport, ID, phones…..

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Besides a additional short technical stop, Sandros red fired incorrect, the rest of way is fine und we reach Sandros workshop by 07.00pm. Awesome what Dimitro and Sandro had built here. Not only Dnepr also a lot of other bikes will be repaired and customized with a high quality.

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The evenning we spent in Cafe le toit together with Sandro and Nini. After our big lunch nobody is hungry and so we ordered only Wine and sweets, accompanied by a nice chat.

Sandro and Nini, many thanks it was really great, we like it and we will come back, for sure.

194km, Tiflis – Udabno – David Garedzha – Udabno – Sagaredzo – Tiflis

Übernachtet siehe Vortag

parking area at monastir

parking area at monastir

Sandro and Dimitri you can contact by using the website: http://www.ride-east.com/ or facebook. https://www.facebook.com/TbilisiRestorationWorks?fref=ts

The following bikes are actual on sale: If you are interested please contact Sandro:

For sale, please contact ride-east

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