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Wer als Motorradfahrer nach Tiflis kommt sollte zwei Straßen auf jeden Fall einmal versuchen zu fahren. Zum einen die alte georgische Heerstraße und zum anderen die Straße nach Omalo. Allerdings soll die nach Omalo zu den gefährlichsten Straßen Europas gehören, dies wird aber auch von der Heerstraße behauptet. Doch dazu später mehr. Die Straße nach Omalo führt auf gut 2800m Höhe und ist nach unseren aktuellen Informationen noch nicht frei. Auch meint Sandro das unsere GS nicht so ganz optimal für diese Strecke sind. Die Heerstraße führt dafür nur auf eine Höhe von knapp 2400m und ist befahrbar.

Mit Frühstück scheinen wir in Georgien kein Glück zu haben. Zusätzlich zum Zimmerpreis von 50 Dollar pro Nacht, möchte das Hotel gerne noch 5 Dollar pro Person für ein Frühstück. Angesichts der sonstigen Preise für Essen und Lebensmittel in Tiflis erscheint uns das zuviel und wir schauen uns erfolglos in der Umgebung um (wir haben die falsche Richtung genommen merken wir einen Tag später).

Old georgian military road

Old georgian military road

Also heute dann die historische georgische Heerstraße. Diese führt im Prinzip direkt zur russichen Grenze teilweise ganz nah entlang entlang des autonomen Gebietes (oder auch russisch besetzt, je nach Sichtweite) Südossetien. Wir verlassen Tiflis über die Schnellstraße Richtung Kutaisi um nach 20km den Schildern Stepanzminda zu folgen. Die ersten 100km sind sanftes Einschwingen wie im Bayerischen Voralpenland, allerdings mit einem ungleich beeindruckenderen Panorama da wir uns hier auf dem direkten Weg in den Kaukasus befinden der sich auf mehr als 5000m erhebt.

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Abwechslung bietet aber nicht nur das Panaroma (das meine Bilder leider nur teilweise wiedergeben können) auch die Verkehrsteilnehmer sind abwechslungsreich. Egal ob vier Beine oder vier Räder, alles tummelt sich hier. Auch ist diese Straße die Transitroute nach Rußland mit einem entsprechenden Verkehrsaufkommen. Bei Kilometer 61 passieren wir in Ananuri den Stausee und ab jetzt zählt der Höhenmesser auf dem Montana mit jeder Serpentine rapide hoch.

Ananuri

Ananuri

Laut Kartenangaben haben wir bei Höhenmeter 2379 mit dem Cross Pass den Hochpunkt erreicht (Mein Montana verzeichnet 2410hm). Direkt hinter dem Cross Pass stoßen wir auf einen LKW Stau. Sind wir schon an der russischen Grenze oder ist die Straße doch gesperrt? Keins von beiden, wir haben den ersten der sechs Tunnel erreicht, die die Straße für den Winter befahrbar halten. Allerdings sind die Tunnel für LKWs nur einspurig befahrbar, unbeleuchtet und es ist nicht einsehbar ob bereits ein Fahrzeug im Tunnel ist. Im Sommer ist noch eine weitere Spur außerhalb des Tunnels befahrbar, diese Spur liegt heute noch unter einer ca. 10m hohen Schneedecke verborgen.

Old georgian military road - tunnel

Old georgian military road – tunnel

Wir interpretieren der Stau gilt nicht für einspurige Fahrzeuge, also vorbei und ab in den ersten Tunnel. Im Winter ist diese Straße sicher gefährlich, auf dem Motorrad und heute halte ich die Gefahr für gering. Genau genommen sind die Tunnel einfacher zu befahren als die Tunnelstrecke nach Samnaun. Mit dem Unterschied das einem im Samnauner Tunnel keine LKW entgegenkommen. Auch scheinen die uns entgegenkommenden Georgier, Russen und Ukrainer Vorsicht mit Angst gleichzustellen und deswegen mehr oder weniger ungebremst in die Tunnel reinschiessen um dann doch abrupt abzubremsen weil die Löcher und Gatter im Asphalt einfach zu groß sind. 🙂 O.k. auch hier sind die Motorräder wieder im Vorteil. Alles in allem spektakulär, aber nicht wirklich gefährlich. Hinter dem letzten Tunnel bei Kobi werden die LKWs wieder gestoppt und zusätzlich fehlt auf den nächsten 5km der Asphalt, gut dann halt noch eine kleine Schottereinlage.

Near Kobi

Near Kobi

Wir haben noch 16km bevor für uns die Welt zu Ende ist. Wir haben keine Visa für Russland und können somit nicht weiter, war aber klar, deswegen geniessen wir im Cafe 5047m noch einen Espresso und etwas zu Essen bevor es wieder retour geht. Trotz der exponierten Lage ist das Cafe in Stepanzminda wirklich zu empfehlen.

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Petrus hat wohl entschieden das ich ein wenig vorlaut bin mit meinem Gedanken zum Thema gefährliche Straße. Hatten wir auf dem Hinweg und im Cafe noch Sonnenschein fängt es rechtzeitig vor dem ersten Tunnel an zu regnen bzw. zu graupeln. So werden meine Fotostops wieder etwas kürzer und auch der Halt am Cross Pass mit dem “monument of friendship” (Das Denkmal wurde in den 80iger als Erinnerung für 200 Jahre Freundschaft zwischen Georgien und Russland erbaut, wer daran denkt was dann in 2008 passierte, erkennt die Satire darin) fällt kürzer aus. Im weiteren Verlauf hört der Regen wieder auf und nur noch die üblichen Viehherden stehen auf der Straße rum. Meine Meinung: „ein muß man mal gefahren sein“, das Bergpanorama und die Straßenführung brauchen ganz sicher keinen Vergleich mit den Alpen zu scheuen. Das es für uns heute eine Sackgasse ist habe ich nicht als Nachteil empfunden, eher im Gegenteil.

monument of freedom Georgia - Russia

monument of friendship Georgia – Russia

Der Blick auf den Straßenrand bestätigt den Namen Georgische Heerstraße. Es macht den Eindruck als hätte die russische Armee bei der Abreise aus Georgien ihren Fahrzeugbestand hier stehen gelassen. Militärlaster, Jeeps, Kommandowagen, selbst ein Panzer findet sich am Straßenrand. Wie in der Ukraine wird ein Großteil dieser Fahrzeug jetzt im zivilen Einsatz genutzt – Schwerter zu Pflugscharen.

scrapp yard along the road

scrapp yard along the road

Kurz bevor wir die Heerstraße verlassen, muss ich am Straßenrand noch zwingend eine original Kazbegi Mütze kaufen.

Verkäuferin der Kazbegi Caps

Verkäuferin der Kazbegi Caps

Unser Abendessen fangen wir uns heute im Cafe Tiflis, gut und recht günstig. Den Abend beschliessen wir in der Altstadt im Cafe le toit das komplett im, ich würde sagen, Biedermeierstil, eingerichtet ist. Während im Hintergrund französische Chansons und Jazz läuft schreiben wir unsere Blogs. Sehr schön, gerne nochmal.

Cafe le toit

Cafe le toit

Morgen wechseln wir die Fahrzeuge und gehen auf eine Tour mit russischen Motorrädern mit Seitenwagen in Richtung Aserbaidschan.

Mit Stepanzminda haben wir heute den nordöstlichsten Punkt unserer Reise erreicht und sind bis jetzt 4150km gefahren. Im Prinzip sind wir ab jetzt auf dem Rückweg. Na gut morgen geht es noch ein Stück weiter östlich. 🙂

316km Tiflis – Ananuri – Pasanauri – Gudauri – Stepanzminda und wieder retour

Übernachtet siehe Vortag.

Old georgian military road

Old georgian military road

 

English version below:

Old georgian military road

If you are a motorcycle driver and you visiting Tiflis it is real a must to try two different roads. First the old georgian military road and second the way to Omalo. There are a lot of statement that the road to Omala is the most dangerous road in Europe, but the same is also stated about the militarian road. Omalo road has its highest point around 2800m and is today closed by snow. Additional Sandro recommended to not drive the way with our Beemers. The military road is roughly 400m deeper and open.

Since we are in Georgia it seems we have no luck with our breakfast. On top of the roomprice of 50 Dollars the Hotel wants to have 10 Dollar for a breakfast. As we know the prices for dinner and food it seems a lot and so we try to find something outside the hotel. But no luck (we walked into the wrong direction we learned the next day.)

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So today our main goal is to drive the militarian road. From Tiflis we go roughly 20km on the highway direction Kutaisi and than following the signs Stepanzminda. Partly the road is very near to the border of the autonomous region (a different opinion say occupied by Russia) South Ossetia The first 100km are smooth riding like in the bavarian pre Alps region but with a much more imposant panoramic view. Don´t forget we are just before the Caucasus which reaches it maximum hight above 5000m.

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But variation comes not only with the view (which my pictures can´t really show) into play. Also the traffic participants are different. 4 wheels or 4 legs it makes no difference they all use the main road. Also the street is the main transit for traffic going or coming from Russia. At kilometer 61 we pass Ananuri and the artificial lake.

Ananuri

Ananuri

By now the Montana reports with every serpentine much more high meter. The map shows the maximium hight of 2379hm when we pass the Cross Pass (my montana reports 2410hm) short after the pass we recognized a truck traffic jam. Did we reach the russian border or is the road closed. No nothing we reached the first of the six single lane tunnels. These tunnels are the reason that it is possible to use the road in winter also. But trucks could use the tunnels only one by one and not simultaneaus in both direction. Additional the tunnels are not iluminaed and you can´t see is there a vehicle in the tunnel before you dive in. In summer there is an additional lane outside the tunnels, but today these additional lanes are block by snow.

snow blocked lane outside the tunnel

snow blocked lane outside the tunnel

We mentioned the trafic jam is not valid for our bikes, so we passed it and drive into the first tunnel. Yes for sure in winter the road is dangerous, but using our bikes and today I think its less dangerous. In detail the tunnels are easier to drive than the Samnaun tunnels, with the difference that in Samnaun you didnt have trucks. Additional the opposing traffic by georgian, russian and ukrains interprete caution as to be scary. So they drive full speed ahead into the tunnel, but only the first meters than they recognize that the holes and steel in the asphalt are to big, so they stop rapidly. Ok as well our bikes are smaller so it is easier to pass these parts. Overall it is viewy but not really dangerous. Passing the last tunnel at Kobi we pass also the opossite truck jam and additional on the next 5 kilometer it is a macadam road.

Near Kobi

Near Kobi

Now we are only allowed to drive 16km more. Then we are at the russian border and we are not allowed to visit Russia, cause we have no Visa. So we stop in Stepanzminda and enter the Cafe 5047m . It is very touristic but the food and the espresso they offer is very well for an acceptable price. I can recommended it.

Near of Stepanzminda, Kazbegi

Near of Stepanzminda, Kazbegi

Petrus decides that my thoughts about the non dangerous of the road are a bit cheeky. During our way uphill and in the Cafe we had warm sunshine. But on the way back just before the first tunnels it starts to rain. So my Fotostops will be shorter and also our visit at the “monument of friendship” (the monument was built for 200 years of friendship between Georgia and Russia in the early 80s, if you know that happened in 2008 its a farce). is very short. Later it stops rain and only some animals are disturbing the flow. As a summary a road that must be driven. The view and the road itself is comparable with every road in the alps. That it is today for us a dead end road is not negativ, more the opposite.

momument of friendship Georgia - Russia

momument of friendship Georgia – Russia

If you look besides the road you know why it is called military road, it seems that the russian army has leaving back a lot of there truck and tanks here. As in the Ukraine much of these military equipment is now in civil use.

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Before we leave the military road I must buy a original Kazbegi Cap. 🙂

Our dinner we enyou in the Cafe Tiflis, well and cheap. The rest of the evenning we stay in the old town at cafe le toit  have a look at the pictures, real charming.  We hear Jazz and french Chansons in the background while writing our blogs.

Tomorrow we will change our vehicles. A tour with old Russian sidecars to Azerbaijan is planed.

In Stepanzminda we reached the most north east point of our trip, until today we drove 4150km. In principle from now on we are traveling home. O.k tomorrow it will be a bit more east.

316km Tiflis – Ananuri – Pasanauri – Gudauri – Stepanzminda und wieder retour

Same hotel as yesterday

old georgian military road

old georgian military road

It is dangerous

It is dangerous

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