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Wir flüchten vor den Mücken, Tanken, Öl nachfüllen und gleich neues kaufen. Karin hat einen Besichtigungspunkt ausgesucht den wir ansteuern. Ein Muß für jeden Motorradfahrer: Belogradschik (Weiße Burg). Nicht deswegen weil sich ein Festung mit knapp Dreihundert stufen besonders gut in voller Montur erklimmen läßt, auch nicht weil die Aussicht grandios ist. Sondern weil die Anfahrt und die Abfahrt mit einer Vielzahl von Kurven und Serpentinen gespickt ist. Wir erreichen Belogradschik zu einem günstigen Zeitpunkt vier Reisebusse mit Besuchern aus den USA blasen gerade zum Aufbruch. Andererseits sind die Felsen so weitläufig das auch viele Touristen sich nicht auf den Füßen stehen, ausser auf den wenigen Treppen und Leitern.

Bulgarien zeigt sich von seiner für Motorradfahrer sehr freundlichen Seite. Kurz vor dem Flüßchen Lom biegen wir links ab und folgen dem Navi welches vermeldet in 30km abbiegen. Diese Meldung erhalten wir heute noch des öfteren, nur die Längeangabe variiert.Was folgt kann unterschiedlicher nicht sein. Einerseits fahren wir über Kilometer am gleichen Kornfeld entlang, was in mir Erinnerungen an die Ukraine weckt. Anderseits kann auf diese Meldung auch eine vielzahl von Serpentinen folgen und als Highlight eine schon lange vorher angekündigte „offene“ Paßstraße die bis auf rund 1400m führt. Aus diesem Mittelgebirge herauskommend empfängt uns die Ebene vor Sofia mit einem schlagartigen Anstieg der Temperatur. Gefühlt ist Sofia schon aus 20km Entfernung zu sehen. Es könnte aber auch einer der Vororte gewesen sein. Das Hotel welches wir für heute gebucht haben liegt nur wenige Meter vom Stadtzentrum entfernt. Einchecken und nach kurzem Austausch von Höflichkeiten können wir vereinbaren, daß die Motorräder direkt vor dem Hotel parken dürfen. Wir haben noch Zeit genug für einen kurzen Stadtspaziergang bevor der Hunger uns zum Abendessen treibt. Mein viel genutztes Reisetool „spotted by locals“ hat auch für Sofia einige Empfehlungen für Restaurants. Wir entscheiden uns für das in der Nähe des Theaters liegende Keba (Keva). Während des Essens entscheiden wir über den weiteren Verlauf des Urlaubs. Unsere ursprüngliche Planung lautete Endziel Istanbul. Dies wäre problemlos machbar, dann würden wir uns aber die Möglichkeit nehmen Bulgarien besser kennen zu lernen. Wir entscheiden uns für einen Bulgarienurlaub pur und peilen deshalb für morgen die kleinste Stadt in Bulgarien an: Melnik ganz im Süden mit 250 Einwohnern.

Vidin – Belogradchik – Dabova Mahala – Montana – Berkovitsa – Sofija, 255k

Übernachtet im Hotel Renaissance. Kann man nehmen. Für Sofia günstig und gut gelegen. Gegegessen im Restaurant Keba

 

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