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Was haltet ihr von einer Motorradtour am langen Wochenende im Juni. Diese Frage wurde auch in diesem Jahr wieder am Münchner Stammtisch der Hercules IG gestellt. Bis kurz vor dem langen Wochenende war noch nicht klar wie lange und wer fahren würde. Letztendlich haben sich dann Tom, Ralf A., Burkhard und ich am Donnerstag morgen zur Abfahrt in Berglern getroffen.

Kaffeestop in Straubing

Nach einem Kaffee und einer kurzen Diskussion über unser Ziel steht fest. Wir fahren Richtung Erzgebirge, am liebsten natürlich auf kleinen Straßen, dies sind wir unseren Zweirädern auch schuldig. Achja unsere Zweirräder sind eine Hercules RX9, eine Hercules Ultra II LC und zwei Hercules XE9.

Kleinere Reparaturen werden sofort erledigt.

Hohenberg

Unser Weg führt uns über Landshut nach Straubing und von dort aus immer Richtung Norden. Unterbrochen nur von kleinen Kaffee- bzw. Tankstopps und einem unfreiwilligen Halt weil einer der Packtaschriemen gerissen ist. So erreichen wir nach 317 gefahrenen Kilometern Hohenberg. In der kleinen Porzellanstadt in der Nähe von Selb finden wir im Schatten der Burg nette Zimmer und ein gutes Abendessen.

Am Freitag starten wir unsere Rundtour. Getreu dem Motto der Weg ist das Ziel treiben wir die Zweitakter Richtung Erzgebirge. Klingenthal heisst unser erstes Ziel in dem wir eine Kaffeepause einlegen. Genau richtig um einen kurzen Regenschauer auszusitzen. Nun geht es auf kleinesten Straßen durchs Erzgebirge Richtung Fichtelberg.

Fichtelberg

Mit knapp 1200m Höhe ist der Fichtelberg schon eine hübsche Leistung für die durchschnittlich 8,5PS unserer Motoren. Durch Tschechien gibt es laut Tom nur zwei Möglichkeiten, kleine schlechte oder große langweilige Straßen. Ich bemühe mich mit kreativer Streckenführung und Unterstützung meines Navis das Gegenteil zu beweisen. Ich glaube so ganz ist es mir nicht gelungen. Überzeugt haben uns aber mal wieder die guten und günstigen Restaurant von denen wir gleich zwei in Tschechien überfallen. Beim ersten lockte uns eine Gruppe Motorradfahrer aus Berlin und Umgebung und beim zweiten stellte sich eigentlich nur die Frage ob wir die Regenkombis anziehen. Die Regenkombis haben wir dann nicht gebraucht, aber der Kaffee war richtig gut. Nach rund 270km treffen wir wieder in Hohenberg ein. Leider haben zwei der drei Gasthöfe geschlossen und im dritten ist ob des grossen Andrangs schon das eine oder andere Gericht ausgegangen. Egal satt geworden sind wir trotzdem und geschmeckt hat es auch.

Packen am Morgen

Zündkerze, Vergaser…?

Ersatzkolben für 91er sind rar. Sonst wäre vielleicht sogar einer im Gepäck dabei gewesen.

Nach eine ausgiebigen Frühstück und packen starten wir zur Rückfahrt. Geplant haben wir eine Route über kleine und kleinste Straßen eben genau passend für unsere 30 Jahren alten Jugenderinnungen. Alles läuft gut bis kurz hinter Floß Burkhards XE extrem an Leistung verliert. An weiterfahren ist nicht zu denken, also Fehlersuche. Nach kurzen Diskussion die Entscheidung, Zylinderkopf runter und nachschauen. Gesagt getan. Ergebniss: Wieder einmal wird ein 91ccm Motor seinem Ruf gerecht. Der Kolben ist vom Kolbenauge aus eingerissen. Reparatur vor Ort ist nicht möglich. Wir entscheiden uns für die ADAC Variante. Eine Stunde nach unserem Anruf ist der Schandwagen da und die XE wird hoch auf dem gelben Wagen nach Hause transportiert.

Reparaturversuch und Warten hat natürlich Zeit gekostet und so jagen wir mit allem was die Motoren hergeben über die B20 nach Straubing. Noch ein kurzer Kaffeestop in Geiselhöring und gegen 18.00 Uhr sind wir wieder in Erding. Burkhards Lift mit dem ADAC war deutlicher schneller und so ist die XE schon zerlegt und wir können den Schaden genauer begutachten.

Größer, mehr PS na klar, mehr Spaß ?

Fazit: fast 900 Kilometer, durchschnittlicher Verbrauch 4 Liter und meine XE hat tatsächlich eine Spitzengeschwindigkeit von 93km/h erreicht. Okay mit Rückenwind und Bergab. Wir hatten eine Menge Spass und werden eine solche Tour mit Sicherheit wiederholen. Allerdings dann hoffentlich mit meiner Ultra 80

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